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Bayerns Startup-Szene

 

Unternehmensgründer sind ein wichtiger Teil für jeden boomenden Wirtschaftsstandort – sie fordern etablierte Unternehmen nicht nur heraus, sondern können mit Innovationen die gesamte Wirtschaft beleben und für die Zukunft stärken. Bayern ist hier ausgezeichnet aufgestellt. Im bundesweiten und internationalen Vergleich kennt man Bayern als ausgewiesenen Standort besonders für technologiestarke Gründer, die sich mit Produkten und Lösungen an Geschäftskunden richten. Gerade bei den Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 gelten Startups als Vorreiter. Vertreter aus Mittelstand und Industrie sind deshalb eingeladen, die Startup-Szene zu entdecken und die vielfältigen Möglichkeiten auszuloten, wie beide Seiten voneinander profitieren können.

So funktioniert das „Gründerland.Bayern“
Junge Unternehmen finden in Bayern beste Voraussetzungen, die richtige Infrastruktur und Unterstützung bei den ersten Schritten. Das beginnt bei der Entwicklung neuer Technologien, die häufig von Wissenschaftler-Teams an den bayerischen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorangetrieben wird. Aber auch in den ansässigen Industrieunternehmen und in Beratungsunternehmen sammeln viele potenzielle Gründer wertvolle Erfahrungen und Kontakte. Grundsätzlich ist die räumliche Nähe zu potenziellen Unternehmenskunden aus Industrie und Mittelstand ein Faktor, der besonders bei den Themen Vertrieb und Kundenbetreuung für Startups positiv ins Gewicht fällt.

Und Gründer und junge Wachstumsunternehmen finden einen gut aufgestellten Kapitalmarkt und zahlreiche Fördermöglichkeiten in Bayern. Das von BayStartUP organisierte Finanzierungsnetzwerk verschafft den Zugang zu fast allen relevanten Venture Capital-Fonds und Frühphasen- Kapitalgebern. Auch die BayBG ist mit ihrem Venture Capital- Arm ein wichtiger Investor in Bayerns Startup-Szene. Business Angels, die privates Kapital investieren, gehören mittlerweile zu den wichtigsten Finanzierungspartnern von Startups. Die Anzahl der Interessenten an einem Startup- Investment wächst beständig. Dabei spielen öffentliche Kapitalgeber eine wichtige Rolle. In Bayern sind vor allem Bayern Kapital – die Eigenkapital-Tochter der LfA Förderbank Bayern –, die KfW sowie der High-Tech Gründerfonds aktiv. Um das bayerische Startup-Ökosystem bestmöglich zu fördern, hat Wirtschaftsministerin Ilse Aigner mit der Initiative „Gründerland.Bayern“ ein umfangreiches Paket an Maßnahmen geschnürt. Darin ist die Unterstützung von Organisationen, die Hilfestellung für Startups anbieten, ebenso enthalten wie frisches Kapital, etwa für den 2015 aufgesetzten, von Bayern Kapital gemanagten „Wachstumsfonds Bayern“ im Umfang von 100 Millionen Euro.

BayStartUP ebnet den Weg zu passenden Startups
Als ein wesentlicher Teil der Initiative deckt BayStartUP alle Themen rund um Gründung, Finanzierung und Wachstum ab. Das Angebot richtet sich einerseits an Gründer, die fundierte Hilfestellung suchen. Auf der anderen Seite unterstützt BayStartUP Investoren und auch immer mehr größere Unternehmen, die den Zugang zu potenzialträchtigen Startups suchen. BayStartUP selbst wird dabei vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und Partnern aus der Wirtschaft gefördert. So kann BayStartUP die Hilfestellung für Startups fast völlig kostenlos anbieten. Für die Teilnahme an den Businessplan Wettbewerben und das Startup-Coaching fallen keine Gebühren an, nur einige Workshops sind kostenpflichtig.

Als Plattform für eine große Anzahl und Vielfalt von neuen Geschäftsideen fungieren die Bayerischen Businessplan Wettbewerbe. Der Münchener Businessplan Wettbewerb und der Businessplan Wettbewerb Nordbayern ziehen bereits seit rund 20 Jahren jedes Jahr circa 400 Gründerteams an. Aus den Bayerischen Businessplan Wettbewerben gingen bisher rund 1.600 Unternehmen hervor, die heute mit circa 11.400 Mitarbeitern am Markt aktiv sind und einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro erwirtschaften.

In den letzten Jahren wuchs das BayStartUP Finanzierungsnetzwerk rasant. Aktuell sind über 230 Business Angels und über 100 institutionelle Investoren sowie Investment- Gesellschaften von Konzernen und Family Offices gelistet. Ihnen bietet BayStartUP den zielgerichteten und gefilterten Zugang zu genau jenen Startups oder Wachstumsunternehmen, die in ihren jeweiligen Investment-Fokus passen. Die Kapital suchenden Unternehmen werden vom BayStartUP Team intensiv dahingehend vorbereitet, dass sie sich potenziellen Investoren effizient präsentieren können. Auch Business Angels, die privates Kapital investieren möchten, aber noch wenig Erfahrung mit der Auswahl von Startups und den Investment-Prozessen haben, werden von BayStartUP unterstützt. Ähnlich kann BayStartUP auch Interessenten aus der etablierten Industrie den Weg zu spannenden Startups ebnen.

Verschiedene Wege für die Zusammenarbeit von Startups mit Industrie und Mittelstand
Schon seit den ersten Bayerischen Businessplan Wettbewerben vor circa 20 Jahren engagieren sich im Kreis der Juroren Vertreter aus Mittelstand und Industrie, die sich für die neuesten Trends der Startup-Szene interessieren. Mit der fortschreitenden Digitalisierung aller Wirtschaftssektoren nimmt das Interesse an innovativen neuen Lösungen und den Startups dahinter noch zu. Während viele Konzerne z. B. mit eigenen Corporate Venture-Einheiten oder Inkubatoren aktiv in die Startup-Szene eingestiegen sind, gibt es bei Mittelständlern noch viel Unsicherheit.

Generell können Mittelständler von der Zusammenarbeit mit Startups eine langfristige Stärkung ihrer Innovationskraft erwarten. Gerade wenn die Gründer aus der Forschung kommen, bringen sie den neuesten Stand der Technologie mit ein – oder ergänzen idealerweise das Produktportfolio des Mittelständlers. Aus der Perspektive des Startups eröffnet die Partnerschaft mit einem großen Unternehmen den Weg zu ungleich größeren Ressourcen. Das betrifft zum Beispiel Produktionsstätten, aber auch die etablierten Vertriebskanäle und tragfähigen Geschäftspartnerschaften eines Mittelständlers.

Nicht immer müssen es für Mittelständler und Startups gleich M&A-Aktivitäten sein. Die finanzielle Beteiligung an Startups ist nur ein Weg, der dem Mittelstand über die Rolle als Gesellschafter direkten Einfluss verschafft. Aber sie bringt auch eine direkte Beteiligung am unternehmerischen Risiko mit sich. Allerdings gibt es weitere Möglichkeiten, über die sich Mittelständler und Startups erstmal schrittweise nähern können. So können als einfachstes Beispiel die Produkte von Startups im Betrieb eingesetzt werden. Bewährt haben sich außerdem Kooperationen für klar definierte Bereiche, etwa im Vertrieb oder technologische Entwicklungspartnerschaften.

Startups und Mittelstand können weitreichend voneinander profitieren, aber eine gute Vorbereitung ist essenziell für den Erfolg. Dabei profitieren ganz klar beide Seiten von der Partnerschaft und sollten sich auch dementsprechend begegnen. Auch die Unternehmenskultur ist ein wichtiger Faktor. Dabei ist es wichtig, dass beide Seiten offen aufeinander zugehen und sich über das jeweils entstehende Potenzial, aber auch eventuelle „Zwänge“ des jeweils anderen klarwerden. In Industrieprojekten ist BayStartUP als Brücke zwischen Startups und etablierter Wirtschaft dabei, “passende” Startups und Mittelständler gezielt zusammenzubringen.

Das Münchener Startup entwickelt innovative Produkte und Anwendungen zur Zentimeter genauen Kartierung und Navigation in Innenräumen. NavVis wurde von BayStartUP unterstützt und gehört zum Venture Capital-Portfolio der BayBG.

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