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11.05.2017

Schleifmaschinenspezialist ISOG gewinnt BayBG und Endurance Capital als neue Investoren

Erfolgreicher Neustart aus Insolvenz in Eigenverwaltung

München/Weilheim. Die ISOG Management GmbH, Weilheim, startet nach dem Einstieg renommierter Kapitalgeber auf dem Markt für Schleifmaschinen gestärkt durch. Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft und die Endurance Capital AG (Mehrheitsinvestor) haben bei dem oberbayerischen Unternehmen frisches Kapital eingebracht. Wegen ausbleibender Zahlungen aus China und durch eine Verschiebung eines Kundengroßprojekts musste ISOG im Oktober 2016 Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Nachdem das Insolvenzplanverfahren Anfang Mai erfolgreich abgeschlossen wurde, ist der Weg für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des vor 80 Jahren gegründeten oberbayerischen Traditionsunternehmens geebnet.

ISOG kann den laufenden Neustrukturierungsprozess jetzt zügig weiter umsetzen und auf der Basis eines weiterentwickelten und technologisch führenden Produktportfolios erfolgreich im internationalen Geschäft durchstarten. Dr. Andreas Albath, CEO von Endurance: „ISOG hat einen gesunden Kern, ein tolles Team, neuartige Produkte, bereits eine starke internationale Ausrichtung und deutliches Wachstumspotential.“ Und Sebastian Braun, Projektmanager Turnaround bei der BayBG: „Gemeinsam mit Endurance Capital können wir jetzt die Passiv-Seite der ISOG-Bilanz neu strukturieren und dem Unternehmen so die Möglichkeit geben, das erst vor wenigen Wochen vorgestellte innovative CNC-Schleifzentrum ISOG 24 auszurollen.“

Der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Martin Sackmann behält relevante Anteile und bleibt ISOG-Geschäftsführer: „In der laufenden Neustrukturierung hat unser Team von 85 Mitarbeitern bereits den unbedingten Willen bewiesen, unseren Kunden auch weiterhin technologisch anspruchsvolle Spezialschleifmaschinen und besten Service zu bieten. Ich bin sehr froh, dass es uns derart schnell gelungen ist, uns neu auszurichten. So war es möglich, den Betrieb reibungslos fortzusetzen und trotz Restrukturierung die Markteinführung unseres neuen Schleifzentrums ISOG 24 erfolgreich zu starten.“

Kurz erläutert: Insolvenz in Eigenverwaltung (§§ 270 ff. InsO)

Wenn eine angestrebte Sanierung konkrete Realisierungschancen hat, kann ein Unternehmen anstelle einer Regelinsolvenz eine Insolvenz in Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. Insolvenzordnung beantragen. Hiernach behält der Unternehmer sein Unternehmen, um es fortzuführen. Dem Unternehmer wird ein Sachwalter zur Seite gestellt. Um anstelle des Regelinsolvenzverfahrens eine Insolvenz in Eigenverwaltung zu erhalten, muss der betroffene Unternehmer die Gläubiger und das Insolvenzgericht von den Vorteilen der Eigenverwaltung durch ein fundiertes Eigenverwaltungs-Konzept mit positiver Fortführungsprognose überzeugen. Nachdem die Eigenverwaltung eingerichtet ist und der Betrieb wieder ungestört läuft, wird üblicherweise ein Insolvenzplan erstellt, um das Unternehmen endgültig zu sanieren.

Rückfragen: josef.krumbachnerbaybgde, 089 122280-172

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