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Mythen und Fakten zu Beteiligungskapital

 

Beteiligungskapital ist ein schillernder Begriff. Da in der breiten Öffentlichkeit meist nur größere Engagements oder auch die eine oder andere Fehlentwicklung breiter kommuniziert und diskutiert werden, ranken sich einige „Mythen“ um den Begriff. Hier ein paar Beispiele:

Mythos 1: Beteiligungskapital ist nur etwas für Große!?

Fakt ist: Vor allem Mittelstand setzt auf Beteiligungskapital!
In der Öffentlichkeit werden meist nur Engagements in zwei- oder dreistelliger Millionenhöhe breiter wahrgenommen. Daher mag der Eindruck entstehen, dass es sich bei Beteiligungskapital um ein Angebot oder eine Finanzierungsalternative ausschließlich für Großunternehmen handelt.

Nach der Statistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften haben im Jahr 2014 deutschlandweit 1.335 Unternehmen neu Beteiligungskapital aufgenommen. Davon hatten 81 Prozent weniger als 100 Mitarbeiter. Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, wozu in Bayern die BayBG zählt, beginnen ihr Engagement bereits bei 10.000 Euro.

Mythos 2: Beteiligungen sind nur für „schwache“ Unternehmen!?

Fakt ist: Beteiligungskapital wird besonders von wachstumsstarken Unternehmen eingesetzt!
Unabhängig von theoretischen oder empirischen Studien, die regelmäßig einen Zusammenhang von Wachstum und Beteiligungs-/Eigenkapital bestätigen, belegt das auch die konkrete wirtschaftliche Realität.

Beispiel: „Bayerns Best 50“. In dieser Liste, in der das bayerische Wirtschaftsministerium die 50 wachstumsstärksten Mittelstandsunternehmen auszeichnet, sind jährlich überproportional viele Unternehmen enthalten, die einen Beteiligungspartner ins Unternehmen geholt haben. Im Durchschnitt arbeiten Jahr für Jahr allein fünf der ausgezeichneten Unternehmen mit der BayBG zusammen. Dazu kommt noch eine unbekannte Zahl an Unternehmen, bei denen andere Beteiligungsgesellschaften engagiert sind.

Mythos 3: Mit Beteiligungskapital werden die Besitzer entmachtet!?

Fakt ist: Unternehmen gewinnen an zusätzlichen Entscheidungsspielraum!
Mit einer stillen Beteiligung hat der Beteiligungskapitalgeber keine unmittelbaren Mitspracherechte. Und bei der offenen (direkten) Beteiligung gibt es immer die Möglichkeit, mit einer ausschließlichen Minderheitsbeteiligung der Beteiligungsgesellschaft auch in Zukunft das Heft selbst in der Hand zu behalten. In geeigneten Fällen, bietet sich die Möglichkeit an, mit einer kombinierten Beteiligung – teils offen, teils still – die Vorteile der jeweiligen Variante insgesamt zu optimieren. Es sind vor allem typische Familienunternehmer, die Beteiligungskapital nutzen, die damit ihre Finanzierungsbasis erweitern und mit zusätzlichen Finanzierungsalternativen ihre Entscheidungs- und Finanzierungsoptionen erweitern und sich aus der Abhängigkeit eines einzelnen Kapitalgebers lösen.

Mythos 4: Beteiligungskapital ist teuer!?

Fakt ist: Beteiligungskapital hat eine andere Qualität!
Wenn man es mit dem einfachen, besicherten Langfristkredit vergleicht, mag Beteiligungskapital auf den ersten Blick „teuer“ wirken.

Hier werden dann aber zwei Finanzierungsangebote verglichen, die nicht vergleichbar sind, denn es handelt sich bei Krediten und Beteiligungskapital um zwei Dinge mit unterschiedlicher Qualität.

Beteiligungskapital ist als (wirtschaftliches) Eigenkapital nachrangig, mit keinen dinglichen Sicherheiten hinterlegt, nicht aus wirtschaftlichen Gründen kündbar.

Kredit und Beteiligungskapital verhalten sich in etwa wie ein Auto und ein Flugzeug zueinander. Mit beiden kann man sich fortbewegen, aber mit dem Flugzeug kommt man schneller zu größeren Zielen, es sind ganz andere Entfernungen möglich und natürliche Hindernisse wie das Meer sind überwindbar. Genauso ermöglicht es Beteiligungskapital mit der damit verbundenen Stärkung der Eigenkapitalbasis, Finanzierungshindernisse zu überwinden, größere Investitionen schneller zu realisieren oder internationale Märkte zu erschließen. 

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